Der Verstand kann uns sagen was wir unterlassen sollen aber das Herz sagt
uns was wir tun müssen!
„Der Tod kommt schnell und leise, ein letztes tiefes Ein- und Ausatmen
in meinen Armen, vorbei ...“
Ich sah in ihm Souveränität,
herrliche Erhabenheit, Stolz, Freiheit im Benehmen und eine beständige
Anmut.
Stundenlang verharrte er unbeweglich aber wach auf einem Platz und
bestaunte gebannt Ereignisse,
die gewöhnlichen Sterblichen verborgen blieben.
Am Abend teilte er mit mir mein Kopfkissen und verbrachte die Nachtruhe
eng an mich geschmiegt, häufig leise schnurrend.
Von anderen Menschen ließ er sich Streicheleinheiten gelegentlich
gefallen, doch gab sie eher verhalten zurück und nur jenen,
die er mit seiner schwer zu gewinnenden Achtung beehrte.
Er liebte Luxus und war immer nur auf dem einladendsten Plätzchen oder auf
den Textilien zu finden,
auf denen sein prächiges Fell am besten zur Geltung kam. Seine Eleganz,
sein vornehmes Wesen hatten
etwas Aristokratisches und verglichen mit seinen Artgenossen war er
geringstenfalls ein Herzog.
Truman haderte nie. Er liebte mich wie ich war und erzog mich dadurch zu der,
die ich für ihn sein sollte.
Und ich liebte ihn mitsamt seiner Hochmut, weil sie ein Teil von ihm war, mehr
noch: ein Teil seiner Liebe in tiefer Verbundenheit.
Truman hinterlässt eine enorme Leere
in meinem Herzen. Ich habe das Leben mit ihm in vollen Zügen genossen.
Wir haben ihn an seinem Lieblingsplatz am Teich beigesetzt und zum letzten
Geleit ein Weidenkätzchen für ihn gepflanzt
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